Versicherung ist Pflicht

E-Roller müssen eine Versicherungs­plakette tragen, sonst dürfen sie nicht auf öffent­lichen Straßen benutzt werden. Die Plakette soll ähnlich aussehen wie des altbekannte Mofakenn­zeichen, aber deutlich kleiner. Außerdem soll sie als Aufkleber auf dem Rahmen befestigt werden können. Ein Hologramm soll für Fälschungs­sicherheit sorgen. Endet das Versicherungs­verhältnis vorzeitig, muss der Halter die Plakette entfernen und dies dem Versicherer nach­weisen.

Versicherungs­kosten voraus­sicht­lich ähnlich wie beim Mofa

Die DEVK und die Württem­bergische haben schon Angebote für E-Scooter-Versicherungen am Start. Andere Anbieter wie Gothaer, Huk und Allianz haben angekündigt, bald entsprechende Policen vorzulegen. Der Preis eines Mofakenn­zeichens, das ab etwa 40 Euro zu haben ist, könnte eine erste Orientierung bieten, was die Versicherungen kosten könnten. Bei der DEVK sollen Fahrer ab 23 Jahren 38,40 Euro für das Versicherungs­jahr zahlen. Für Jüngere sei der Schutz wegen ihres höheren Unfall­risikos teurer, so der Versicherer.

E-Scooter nicht Bestand­teil der Privathaft­pflicht­versicherung

Haft­pflicht­versicherung. Elektroroller sind im Regelfall nicht in der Privathaft­pflicht (PHV) mitversichert. Weil sie einen Motor haben, gelten sie als Kraft­fahr­zeuge. Daher greift in den meisten Policen die „Benzinklausel“: Sie schließt alle Kfz, die schneller sind als 6 Stundenkilo­meter, vom Deckungs­schutz derPrivathaft­pflicht­versicherung aus – egal ob Benzin-, Diesel- oder Elektromotor. Folge: Wer mit dem kleinen Flitzer einen Unfall baut, mussden Schaden voll aus eigener Tasche zahlen. Bei Verkehrs­unfällen können das leicht mehrere Tausend Euro sein.

Fahren im Ausland. Das gilt auch im Ausland. Zwar greifen die meisten PHV-Policen welt­weit,ebenso jedoch die Benzinklausel. Wer kurz entschlossen zum Beispiel vorm Hotel in Thai­land am E-Scooter-Stand als Urlaubs­spaß einen Roller mietet, geht ein unkalkulier­bares Risiko ein. Fragen Sie vorher zumindest, ob der Verleiher auch Versicherungs­schutz anbietet, zu welchen Konditionen und mit welchen Deckungs­summen?

Elektrofahr­räder. Anders ist das bei E-Bikes. Viele PHV-Anbieter versichern sie wie herkömm­liche Fahr­räder. Das gilt aber nur, solange der Motor lediglich bis zu maximal 25 km/h mitarbeitet. Dieser Deckungs­schutz greift in Deutsch­land wie auch im Ausland.